Kurznachrichten
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Konzeption für die KiTas in Breitenfelde, Alt-Mölln, Bälau und Tramm

Konzeption für die


Ev. – Luth. Kindertagesstätte

 der Kirchengemeinde Breitenfelde

mit den Standorten Alt Mölln, Bälau, Breitenfelde und Tramm

 

Gliederung


1. Vorwort


2. Der Kindergarten stellt sich vor

    2.1 Allgemeine Informationen

    2.2 Gruppen –und Betreuungszeiten

    2.3 Organisatorisches

    2.4 Personal

 

3. Zusammenarbeit des pädagogischen Personals und Fortbildungen
    3.1 Dienstbesprechungen

    3.2 Teambesprechungen

    3.3 Zusammenarbeit mit Praktikanten

    3.4 Fortbildung

 

4. Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit

    4.1 Allgemeine Schwerpunkte – Bildung, Erziehung und Betreuung

    4.2 Bildungsleitlinien

    4.3 Pädagogische Ziele

          4.3.1 Sozialkompetenz

          4.3.2 Selbstkompetenz

          4.3.3 Fachkompetenz

          4.3.4 Lernmethodische Kompetenz

    4.4 Bildungs- und Entwicklungsdokumentation

    4.5 Arbeitseinsätze

 

5. Aufgabe und Rolle des pädagogischen Personals

    5.1 Kinderschutz

    5.2 Umgang mit Beschwerden

    5.3 Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

 

6. Pädagogische Formen

    6.1 Das Spiel

    6.2 Projektarbeit

    6.3 Vorschulpädagogik

    6.4 Eingewöhnung

    6.5 Tagesplan

    6.6 Wochenplan

    6.7 Jahresplan

 

7. Zusammenarbeit mit Anderen

    7.1 Zusammenarbeit mit Eltern

    7.2 Zusammenarbeit mit Institutionen

    7.3 Zusammenarbeit im Beirat

    7.4 Zusammenarbeit mit dem Träger

 

 

1.   Vorwort

Herzlich willkommen im Evangelisch-Lutherischen Kindergarten „Zwergenscheune“.
Mit der vorliegenden Konzeption möchten wir Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit geben.
Unsere Konzeption ist lebendig, das heißt, sie wird immer wieder hinterfragt und den veränderten Situationen angepasst. Wir hoffen, dass die nächsten Seiten Ihnen unseren pädagogischen Alltag, unsere Schwerpunkte und Ziele deutlich und nachvollziehbar machen

 

 

2. Der Kindergarten stellt sich vor


2.1   Allgemeine Informationen


Der Kindergarten ist unter folgender Adresse zu erreichen:


Ev.-Luth. Kindergarten „ Zwergenscheune“
Dorfstr. 26
23881 Breitenfelde
Tel.: 0 45 42 - 14 21

 

Der 1975 gegründete Kindergarten befindet sich in der Dorfmitte, in der Nähe der Kirche und des Pastorats.
Das Einzugsgebiet umfasst den Amtsbereich Breitenfelde, insbesondere die umliegenden Dörfer Alt Mölln, Bälau, Grambek, Borstorf, Hornbek, Lehmrade, Neuenlande, Niendorf, Schretstaken, Talkau, Woltersdorf.


Träger ist die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Breitenfelde.

 

 

2.2 Unsere Gruppen und die Betreuungszeiten  

 

Zur Zeit gibt es sieben Gruppen, die zu unserer Einrichtung gehören.
Fünf dieser Gruppen arbeiten im Elementarbereich und zwei davon sind Krippengruppen.

In der „Zwergenscheune“ befinden sich drei Gruppen. Zwei Ganztagesgruppen und eine Halbtagesgruppe. In allen drei Gruppen werden in der Regel 20 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betreut.

 

Die Betreuungszeiten sind:
für vier Stunden      8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
für fünf Stunden      7.00 Uhr bis 12.00 Uhr
für sieben Stunden  7.00 Uhr bis 14.00 Uhr oder 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr
für acht Stunden      7.00 Uhr bis 15.00 Uhr oder 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr
für neun Stunden     7.00 Uhr bis 16.00 Uhr oder 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr
für zehn Stunden     7.00 Uhr bis 17.00 Uhr


Beide Krippengruppen, die jeweils zehn Kinder im Alter von einem bis drei Jahren betreuen, liegen in unmittelbarer Nähe zur „Zwergenscheune“. 

 

Die Betreuungszeiten in Krippe 1 sind:
für acht Stunden      8.00 Uhr bis 16.00 Uhr
für neun Stunden     7.00 Uhr bis 16.00 Uhr oder 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr
für zehn Stunden     7.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Die Betreuungszeiten in Krippe 2 sind:
für acht Stunden      7.30 Uhr bis 15.30 Uhr oder 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr


Weiterhin gehören zwei Außengruppen zur Einrichtung:
° Eine Elementargruppe mit 20 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren in Alt Mölln.
  Die Kinder können von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr betreut werden.

° Eine Waldgruppe mit 15 Kindern im Alter von drei ½ bis sechs Jahren in Bälau.
  Die Kinder können von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr betreut werden. Zusätzlich besteht die
  Möglichkeit, dass die Kinder in Breitenfelde länger betreut werden können. Dafür werden 
  die Kinder mit einem Taxi von Bälau nach Breitenfelde gefahren.
  Dieses Angebot ist auf maximal sechs Kinder begrenzt.

Für alle Kinder, die sechs Stunden und länger die Einrichtungen besuchen, bieten wir einen Mittagstisch an.
Wir beziehen das Essen von der Lebenshilfe in Mölln und erheben als Beitrag eine monatliche Pauschale.

 

 

2.3  Organisatorisches

 

Die Anmeldung erfolgt direkt im Kindergarten in Breitenfelde.

Die Aufnahme erfolgt laut Warteliste und unter Berücksichtigung, ob es Geschwisterkinder sind, des Alters und der zugehörigen Gemeinden.

Die Schließzeiten werden durch die Kindertagesstättensatzung geregelt und gesondert per Aushang bekannt gegeben.

 

 

2.4 Personal

 

In unserer Einrichtung sind insgesamt 18 pädagogische Mitarbeiter/innen und vier Reinigungskräfte angestellt.

Die pädagogischen Fachkräfte sind zur Zeit wie folgt eingesetzt:

In Breitenfelde: vier Erzieher/innen  und zwei Sozialpädagogische Assistentinnen.
In den Krippengruppen: je zwei Erzieherinnen und eine Sozialpädagogische Assistentin   
In der Gruppe in Alt Mölln und in der Waldgruppe: je eine Erzieherin und eine Sozialpädagogische Assistentin.
Zusätzlich gibt es zwei Erzieherinnen und eine sozialpädagogische Assistentin, die als Vertretungskräfte tätig sind.

 

 

3. Zusammenarbeit des pädagogischen Personals und Fortbildungen


Die Zusammenarbeit des pädagogischen Personals dient der Qualitätsentwicklung, der Reflexion und Weiterentwicklung unserer Arbeit. Sie hat für uns einen hohen Stellenwert. Regelmäßig finden Dienstbesprechungen, Teambesprechungen und Teamtage statt.

 

 

3.1 Dienstbesprechungen

 

Zu den Dienstbesprechungen treffen sich die Fachkräfte folgender Gruppen regelmäßig.
Alt Mölln - alle zwei Wochen ca. 1 ½ Stunden.
Die Krippengruppen - alle  vier Wochen  ca. 1 ½ Stunden.
Die Gruppen des Hauses plus die Waldgruppe - jede Woche 1 Stunde.
Zusätzlich findet für alle Mitarbeiter/innen alle 3 Monate eine gemeinsame Dienstbesprechung statt.

Inhalte der Dienstbesprechung sind unter anderem:
Fallbesprechungen
Reflexion
Anstehende Termine
Besprechung von Festen, Feiern und deren Ausgestaltung
Qualitäts- und Konzeptionsentwicklung


 

3.2 Teambesprechungen

 

Inhalte der Teambesprechungen sind:
Reflexion über einzelne Kinder
Aufzeichnungen über Beobachtungen führen
Themen und Projekte planen
Wochen- und Monatsplanung
Planung von internen Festen
Vorbereitung von Elterngesprächen und Elternabenden
Dokumentation der pädagogischen Arbeit

 

 

3.3 Zusammenarbeit mit Praktikanten


Wir fühlen uns für den Berufsnachwuchs mitverantwortlich und beschäftigen Praktikanten bei uns im Kindergarten. Sie geben neue Impulse und können uns durch kritisches Hinterfragen wertvolle Denkanstöße geben. Wir begleiten und unterstützen die jeweiligen Praktikanten, indem wir uns Zeit für sie nehmen und ein regelmäßiger Austausch stattfindet.
(Anleiter – Praktikanten- Gespräche)

 

 

3.4 Fortbildungen


Fort- und Weiterbildung sowie Fachberatung sind ein fester Bestandteil unserer beruflichen Tätigkeit. (KitaG § 19)
Fortbildungen dienen der Qualitätsentwicklung. Für unsere berufliche Fort- und Weiterbildung ist es uns wichtig, an Fortbildungsveranstaltungen und Arbeitskreisen teilzunehmen. Dies gibt uns immer wieder die Möglichkeit neue Anregungen zu erhalten. In Dienstbesprechungen wird darüber berichtet und sich ausgetauscht.

 

 

4. Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit mit Kindern

 

4.1 Allgemeine Schwerpunkte -  Bildung, Erziehung und Betreuung

 

Jeder Mensch ist für uns einzigartig und wertvoll.
Wir legen ein christlich geprägtes Fundament.
Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht das Kind !
Wir hören von Gott und erleben christlichen Glauben mit allen Sinnen.
Gott liebt Kinder, egal aus welcher Familie oder welchem Kulturkreis sie kommen.


Die religionspädagogische Erziehung wird in unserem Kindergarten ganzheitlich betrachtet und ist ein integrierter Bestandteil der gesamten Erziehung.
Für uns ist es von großer Bedeutung, die Achtung vor dem Menschen in seiner Vielfalt, mit seinen Stärken und Schwächen, mit seinen Unterschieden und seiner Einzigartigkeit, zu vermitteln.
Kinder suchen Orientierung in der Welt und am Vorbild des Erziehenden und an einem liebenden Gott. Gleichzeitig bringen sie ihre eigene Religiosität durch ihre Fragen an die Welt und ihre täglichen Erfahrungen mit dem Leben mit. Wir suchen gemeinsam mit den Kindern Gottes Gegenwart, indem wir Gemeinschaft erleben und begreifen, dass das Leben in gegenseitiger Solidarität miteinander geteilt wird. So ist der Glaube spürbar.

 

Das Kind macht dabei bestimmte Grunderfahrungen wie Liebe, Vertrauen, Geborgenheit, Vergebung, es lernt, die eigene Person anzunehmen, eigene Grenzen erkennen. Es soll mit unserer und Gottes Hilfe lernen:

ihre eigene Meinung zu vertreten und Meinungen anderer anzuhören, sich damit auseinanderzusetzten und zu tolerieren
Kritik verkraften und verarbeiten zu können
Umgang mit der Schöpfung
Stärken, Schwächen und Bedürfnisse anderer und von sich selbst zu akzeptieren
Andere Sitten und Menschen zu tolerieren

 

Durch diese Erfahrungen wird Religion für unsere Kinder erlebbar. Vertieft wird dieses Erleben zum Beispiel durch christliche Feste, biblische Geschichten, Gedichte und Gebete.


Wir möchten die Kinder in ihren Erfahrungen bestärken, dass das Leben schön ist, dass man Vertrauen zueinander haben und sich aufeinander verlassen kann. Daraus entsteht die Beziehung zueinander. Das Gefühle der Dankbarkeit und der der Mut zum Leben können sich entwickeln.
In diesem Zusammenhang können wir von Gott sprechen, nicht als Belehrung, sondern im Zusammenhang mit Menschen, mit der Natur, dem Leben, Geschichten, Gebeten, Gottesdiensten, Bildern, Symbolen und Ritualen. Dadurch entsteht Nähe und Vertrauen zu Gott.
Gleichzeitig sind wir, die pädagogische Fachkräfte, in ständiger Auseinandersetzung mit unserer Religion, mit all ihren Zweifeln und ihrem Suchen, sowie eigenen Erfahrungen, so dass wir uns gemeinsam mit dem Kind immer wieder vor unserem eigenen biographischen Hintergrund auf Gott einlassen.
Für unser Team sollen religiöse Aspekte nicht nur zum Tragen kommen, wenn wir beten oder biblische Geschichten hören. Sie sollen in unserem gesamten pädagogischen Handeln sichtbar werden. Auch in schwierigen Lebenssituationen wie z.B. Scheidung der Eltern, Tod usw. wollen wir den Kindern Ansprechpartner sein und das Vertrauen vermitteln, dass Gott in jeder Situation bei uns ist.

 

Im Kindergarten machen viele Kinder erste Erfahrungen in der Gruppe. Deshalb ist uns ein besonderes Anliegen, dass sich die Kinder in unserer Einrichtung wohl fühlen.
Unser Leitbild ist Grundlage unserer Konzeption.
In einer Atmosphäre der Geborgenheit und des Vertrauens können Kinder, je nach Entwicklungsstand, ihren Bedürfnissen und Interessen nachgehen und neue Erfahrungen sammeln.
Wichtig bei der Arbeit mit Kindern ist uns, jedes Kind so anzunehmen wie es ist. „Es dort abzuholen, wo es steht“, um es dann in seiner Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten.
Das erfordert eine stark differenzierte Arbeitsweise der pädagogischen Fachkräfte, intensive Beobachtung der Kinder, regelmäßige Auswertungen und Besprechung der Beobachtungen und Erfahrungen.

 

Folgende Fragen begleiten uns bei der Beobachtung:
Welche Kompetenzen bringt das Kind mit?
Welchen kulturellen Hintergrund hat das Kind?
Welchen religiösen Hintergrund hat das Kind?
Wie sieht die Familiensituation des Kindes aus?
In welcher ökonomischen und sozialen Situation lebt das Kind?
Hat das Kind Freude an der Bewegung?
Hat das Kind Freude an der Sprache?
Hat das Kind Freude an religiösen, philosophischen oder ethischen Themen?     etc……
Durch einen geregelten Tagesablauf erhalten die Kinder vielfältige Möglichkeiten, spielend zu lernen und Erfahrungen im Umgang miteinander zu sammeln. Sie lernen Selbstständigkeit zu entwickeln und sich selbst und andere Menschen mit ihren Stärken und Schwächen zu akzeptieren.
Für alle Kinder sollen Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten geschaffen werden. Das betrifft auch Kinder mit Beeinträchtigungen wie z. Bsp. Entwicklungsverzögerung oder Wahrnehmungsauffälligkeiten, die eine besondere Förderung durch externe Fachkräfte erhalten können.
Durch unsere Angebote wollen wir die Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten unterstützen. 
Auf die individuellen Besonderheiten und Bedürfnisse der Kinder einzugehen hat bei uns Priorität. Das Kind soll erleben, dass es geachtet und anerkannt wird.

 

Unter Betreuung verstehen wir den respektvollen Umgang mit den Kindern und die kindgerechte Vorbereitung und Ausgestaltung der Umgebung. Grundvoraussetzung ist hierfür das Kennenlernen des einzelnen Kindes. Wir versuchen täglich neu, unter Beobachtung der jeweiligen Bedürfnisse und Interessen auf jedes Kind einzugehen.

Ein respektvolles  Miteinander ist mit verschiedenen Regeln und Normen, Werten und Gepflogenheiten verbunden, die auch im späteren Leben der Kinder, meist in abgewandelter Form, immer wieder zum Tragen kommen.
Wir möchten diese „Spielregeln des Lebens“ gemeinsam mit den Kindern erlernen, einüben und leben. In diesem Sinne findet in unserem Kindergarten Erziehung statt.

In unserer Arbeit ist es für uns selbstverständlich, die Bildungsprozesse des Kindes zu unterstützen und zu fördern. Jedes Kind hat eine natürliche Neugier und den Willen etwas selbst auszuprobieren. Genau dort setzen unsere Bildungsangebote an. Das Kind möchte seine Umwelt erkunden, die verschiedensten Erfahrungen sammeln, sich neuen Herausforderungen stellen und so seinen Horizont nach und nach erweitern. Wir unterstützen im Kindergarten dieses natürliche Interesse des Kindes auf verschiedene Art und Weise, indem wie ihnen einen anregenden Rahmen zum Spielen geben und ihnen elementare Erfahrungen in allen Lebensbereichen ermöglichen.

Vieles von dem, was Kinder im Kindergarten lernen, tragen sie nicht vorzeigbar in der Hand mit nach Hause, trotzdem haben sie dort eine Menge erfahren und gelernt – Qualitäten, die stark machen fürs Leben. ( z.B. Konfliktlösungsverhalten)



4.2  Bildungsleitlinien

 

Die Bildungsleitlinien des Ministeriums für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein sind Grundbestandteil unserer Arbeit. Sie teilen sich in folgende Bereiche:


°  Mathematik, Naturwissenschaften, Technik
z.B. -  Begegnung mit Zahlen, Mengen, geometrischen Formen, Größen
       -  Gelegenheiten schaffen zum Beobachten und Experimentieren
       -  Anleitung zum verantwortungsvolle Umgang mit der Natur und der Umwelt
       -  Erfahrungen mit technischen Geräten

°  Kultur, Gesellschaft, Politik
z.B. -  Kennenlernen unterschiedlicher Lebensformen und Lebensstile
       -  Beteiligung der Kinder an Projekten, der Raumgestaltung
       -  Aufgreifen aktueller Themen
       -  Selbstbestimmung und Verantwortung für sich und andere

° Ethik, Philosophie, Religion
z.B.  -  respektvoller Umgang miteinander
        -  mit Gott groß werden, andere Religionen kennen lernen
        -  Feiern von christlichen Festen
        -  Fragen stellen, Antworten finden

° Musisch-ästhetische Bildung, Medien
z.B.  -  malen, zeichnen, schneiden, gestalten, formen
        -  Rollen- und Theaterspiel
        -  Tänze
        -  Lieder
        -  Musikinstrumente kennen lernen
        -  Erfahrungen mit verschiedenen Materialien und Medien sammeln

° Sprache, Zeichen / Schrift, Kommunikation
z.B. -  miteinander reden
       -  Fingerspiele, Reime
       -  Angebote zur phonologischen Bewusstheitsbildung
       -  zuhören und sich mitteilen
       -  Buchstaben erkennen, erfühlen, malen, schreiben

° Körper, Gesundheit, Bewegung
z.B. -  Gezielte Bewegungserziehung
       -  gesunde Ernährung
       -  Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper
       - Körperteile benennen
       -  Obstfrühstück / Backen / Kochen
       -  Bällebad
       -  Zerrspiegel

 


4.3   Pädagogische Ziele

 

Wir orientieren uns mit unseren pädagogischen Zielen an dem Kinder-und Jugendhilfegesetz (KJHG), dem Kindertagesstättengesetz des Landes Schleswig Holstein, dem Curriculum des Kreises Herzogtum Lauenburg und an den Leitlinien zum Bildungsauftrag des Landes Schleswig Holstein.

Unser Kindergarten arbeitet familienergänzend und unterstützend. Darunter verstehen wir, dass die Verantwortung für die Erziehungsleistung weiterhin bei den Eltern liegt. Die Kinder sollen sich bei uns wohl und geborgen fühlen. Wir geben ihnen Hilfe für ihre jetzige und zukünftige Lebensbewältigung. Hierbei berücksichtigen wir vier verschiedene Kompetenzbereiche.


 

4.3.1 Sozialkompetenz - „Lernen miteinander umzugehen“

 

  • Kritikfähigkeit
  • Kooperationsfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktsituationen selbstständig lösen können
  • Abbau von Vorurteilen und „Berührungsängsten“
  • Verantwortung übernehmen
  • Toleranz
  • Empathie
  • Fähigkeit zum Umgang mit Regeln (Aufstellung und Einhaltung)

 

 

4.3.2 Selbstkompetenz – „ Fit fürs Leben“

 

  • Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl entwickeln
  • grob-und feinmotorische Entwicklung
  • Rücksichtnahme
  • Verlässlichkeit
  • Lebens und Alltagsbewältigung ( z.B. Tischmanieren, alleine an- und ausziehen können, Körperhygiene)
  • eigene Gefühle wahrnehmen und mit ihnen umgehen können

 

 

4.3.3 Fachkompetenz

 

Sprachkompetenz
sich mit verschiedenen Sachthemen auseinandersetzen und sich neuen Themen zuwenden (Allgemeinwissen)
Aneignung von Fachwissen

 

 

4.3.4 Lernmethodische Kompetenz ( das Lernen zu lernen)

 

  • Beobachten, Fragen entwickeln und sich eigene Aufgaben stellen (Neugier)
  • Antworten suchen und eigene Lösungswege erproben (Forschergeist)
  • gezielte Hilfsmittel oder Unterstützung nutzen (Ressourcennutzung)
  • über eigene Bildungsprozesse nachdenken und sich mit anderen darüber austauschen (Reflexionsfähigkeit)

 

4.4 Bildungs- und Entwicklungsdokumentation

 

Bildungsdokumentation findet in unserer Einrichtung auf vielfältige Weise statt. Die Themen und Projekte werden nicht nur mit ihren Ergebnissen präsentiert, sondern in Aushängen vorgestellt, fotografiert oder gefilmt. Wenn Kinder es wünschen, sammeln wir Texte und Bilder in ihrem Portfolioordner. Diese stehen für die Kinder erreichbar im Gruppenraum .
Fotoausstellungen im Flur, Materialsammlungen etc. werden den Eltern präsentiert.
Regelmäßig berichten die Gruppen in der Kindergartenzeitung über ihre Bildungsthemen und Projekte. Auf Elternabenden werden auch Videofilme des jeweiligen Gruppengeschehens gezeigt und den Eltern zu Verfügung gestellt.
Darüber hinaus dokumentieren wir die Entwicklung der Kinder mit Beobachtungsbögen, in denen die verschiedenen Bereiche der kindlichen Entwicklung sichtbar sind.
Mindestens einmal jährlich, in den Krippen zweimal jährlich, finden Entwicklungsgespräche mit den Eltern statt.

 


4.5 Arbeitsansätze

 

In unserem Kindergarten arbeiten wir nach dem situationsorientierten- und dem funktionsorientierten Ansatz.

Nach dem situationsorientierten Ansatz werden die Kinder in ihrer Lebenssituation gesehen. Die Fähigkeit der Kinder zu selbst- und mitbestimmenden Handeln nimmt einen sehr hohen Stellenwert ein. Situationsorientierte Pädagogik will „ Soziales Lernen“ ermöglichen. Die Planung ist offen, um auf aktuelle Veränderungen in den Lebenssituationen der Kinder angemessen eingehen zu können.

Der funktionsorientierte Ansatz ist eine Angebotspädagogik, in der die pädagogischen Fachkräfte die Planung und die Entscheidungen übernehmen. Dieser Ansatz sieht den Kindergarten vorrangig als Übungs- und Förderfeld für einzelne Bereiche der kindlichen Entwicklung.

 

Am Anfang jeglicher Planung von Angeboten und Projekten stellen wir uns Fragen wie:
Was beschäftigt und betrifft die Kinder momentan?
Welche Lebenssituationen sind für sie bedeutsam?
Wo ergeben sich Benachteiligungen aus sozialen Lebenssituationen des Kindes?
Wie ist die zukünftige Lebenssituation des Kindes einzuschätzen?
Was müssen wir den Kindern mit auf den Weg geben, damit sie in diesen zukünftigen Situationen selbstbewusst und kompetent handeln können?
Welche Normen und Werte wollen wir vermitteln?
Welche Bildungsinhalte brauchen sie, um die Welt von Morgen zu gestalten?

 

Das Kind lernt durch Erfahrungen, Erlebnisse und Herausforderungen. Kinder brauchen eine anregende Umgebung, in der sie viel sehen, begreifen und ausprobieren können. Eine Umgebung, in der auch das Zusammenleben mit anderen, gemeinsames Handeln, Freude und Enttäuschung erlebt werden können. Jedes Kind benötigt Zeit und Raum, in dem sein Wissen und seine Fähigkeiten gefordert und gefördert werden.

Uns ist eine optimale Verbindung, ein Zusammenwirken beider Ansätze wichtig.


 
Durch mitbestimmendes Handeln können die Kinder ihre Selbstständigkeit und ihr Selbstwertgefühl steigern. Gleichzeitig behalten wir die gezielte Förderung der Kinder im Blick.
Bei beiden Ansätzen sehen wir die Entwicklung der einzelnen Bereiche nicht voneinander getrennt, sondern wir sehen die Persönlichkeitsentwicklung als einen ganzheitlichen Vorgang. Das heißt, alle Bereiche der kindlichen Entwicklung werden angesprochen und gefördert.

 

 

5. Aufgabe und Rolle des pädagogischen Personals

 

Die Arbeit im Kindergarten stellt an uns hohe Anforderungen. Er/Sie muss/ müssen jedes Kind mit seinen Stärken und Schwächen akzeptieren. Das erfordert ein Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein, Fach- und Sachkompetenz, Belastbarkeit, Objektivität, Offenheit für Kritik, Selbstkritik und Reflektion. Für die Praxis bedeutet dies, dass die pädagogische Fachkräfte grundsätzlich bereit sein müssen, für die Kinder erreichbar und ansprechbar zu sein, mit ihnen zu spielen, sie zu begleiten und sie in ihrem Verhalten zu beobachten, um daraus neue, gezielte Angebote mit und für die Kinder zu entwickeln.
Aus unserer Sicht sollte gewährleistet sein, dass den Kindern genügend Freiräume für ihre persönliche Entfaltung, phantasievolles Spiel und Kommunikation gelassen werden.


Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Kinder an der Gestaltung und den alltäglichen Entscheidungsprozessen zu beteiligen.
Als Team ist es uns wichtig, den Kindern gesellschaftliche Normen und Werte zu vermitteln, so dass sie Gruppenregeln  verstehen, sie für sich umzusetzen und einhalten können..
Die Aufgabe und die Rolle der pädagogischen Fachkräfte beinhaltet auch, dass sie in der Lage sind, Erfahrungen der eigenen Kindheit zu reflektieren und ein respektvolles Miteinander mit den Kindern zu ermöglichen. Die Kinder sollen sich an seinem / ihrem Verhalten orientieren können (Vorbild).
Zu den Aufgaben gehört auch, dass die pädagogischen Fachkräfte Vermittler zwischen Kindern und Spielpartnern der Kinder sind, ihnen Liebe, Geborgenheit und Sicherheit geben. Sie verstehen sich als Ansprechpartner, die den Kindern bei der Gestaltung und Regelung ihres Spiels Hilfestellungen und Anregungen zur Konfliktlösung geben.  
Wir sind uns unserer Vorbildfunktion bewusst und pflegen deshalb besondere Umgangsformen. Dabei sind uns Höflichkeit, Freundlichkeit und der Umgangston wichtig. Wir zeigen Hilfsbereitschaft, Unterstützung, Flexibilität, Akzeptanz und Toleranz.


Die Arbeit im Kindergarten stellt an uns hohe Anforderungen. Er/Sie  muss/ müssen jedes Kind mit seinen Stärken und Schwächen akzeptieren. Das erfordert ein Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein, Fach- und Sachkompetenz, Belastbarkeit, Objektivität, Offenheit für Kritik, Selbstkritik und Reflektion. Für die Praxis bedeutet dies, dass die pädagogische Fachkräfte  grundsätzlich bereit sein müssen, für die Kinder erreichbar und ansprechbar zu sein, mit ihnen zu spielen, sie zu begleiten und sie in ihrem Verhalten zu beobachten, um daraus neue, gezielte Angebote mit und für die Kinder zu entwickeln.

Aus unserer Sicht sollte gewährleistet sein, dass den Kindern genügend Freiräume für ihre persönliche Entfaltung, phantasievolles Spiel und Kommunikation gelassen werden.
Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Kinder an der Gestaltung und den alltäglichen Entscheidungsprozessen zu beteiligen.

Als Team ist es uns wichtig, den Kindern gesellschaftliche Normen und Werte zu vermitteln, so dass sie Gruppenregeln  verstehen, sie für sich umzusetzen und einhalten können.
Die Aufgabe und die Rolle der pädagogischen Fachkräfte  beinhaltet auch, dass sie in der Lage sind, Erfahrungen der eigenen Kindheit zu reflektieren und ein  respektvolles Miteinander mit den Kindern zu ermöglichen. Die Kinder sollen sich an seinem / ihrem Verhalten orientieren können (Vorbild).

Zu den Aufgaben gehört auch, dass die pädagogischen Fachkräfte Vermittler  zwischen Kindern und Spielpartnern der Kinder sind, ihnen Liebe, Geborgenheit und Sicherheit geben. Sie verstehen sich als Ansprechpartner, die den Kindern bei der Gestaltung und Regelung ihres Spiels Hilfestellungen und Anregungen zur Konfliktlösung geben.   
Wir sind uns unserer Vorbildfunktion bewusst und pflegen deshalb besondere Umgangsformen. Dabei sind uns Höflichkeit, Freundlichkeit und der Umgangston wichtig. Wir zeigen Hilfsbereitschaft, Unterstützung, Flexibilität, Akzeptanz und Toleranz.

 


5.1 Kinderschutz


Gegenseitiger Informationsaustausch und Beratung, Gespräche mit den Eltern, sowie bei Bedarf Angebote anderer Institutionen anzunehmen, sind Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.
Wir sehen den Schutz von Kindern vor Gefahren für ihr Wohl als eine unserer Aufgaben an.
In der Einrichtung liegt ein Leitfaden vor, in dem geregelt ist, in welchen Schritten vorzugehen ist, um auf eine vermutete oder offensichtliche Kindeswohlgefährdung sicher und schnell reagieren zu können.



5.2 Umgang mit Beschwerden

 

Mit Beschwerden äußern Kinder, Eltern und Kooperationspartner ihre Unzufriedenheit, die aus der Differenz zwischen der erwarteten und der von der Einrichtung erbrachten Leistungen resultiert.
Wir nehmen Beschwerden ernst und gehen diesen nach, um sie möglichst abzustellen. Das erfolgt durch Gespräche mit den jeweiligen Personen und im Team. In diesen erfolgt eine Analyse und Ursachenermittlung, damit evtl. Korrekturmaßnahmen ergriffen und umgesetzt werden können. Es erfolgt eine Rückmeldung über Lösungsmöglichkeiten und der Ergebnisse. Dieses wird immer wieder kontrolliert.
Grundsätzlich sind alle Mitarbeiter/innen für Beschwerden offen. Sie dienen der Weiterentwicklung der Qualität.



5.3 Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

 

Seit mehreren Jahren arbeiten wir an der Qualitätsentwicklung. Grundlage dafür ist das Bundesrahmenhandbuch der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V. und des Diakonischen Institutes für Qualitätsentwicklung im Diakonischen Werk der EKD e.V. mit dem Leitfaden zum Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems in Tageseinrichtungen für Kinder.
Begleitet werden wir durch die Fachberatung des Diakonischen Werkes.
Aufgabe und Inhalt der Qualitätsentwicklung ist, die einrichtungsinternen Strukturen, Abläufe und Maßnahmen zu beschreiben und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu unterstützen. Diese halten wir schriftlich in einem Qualitätshandbuch fest.
Ziel ist eine Zertifizierung.



6. Pädagogische Formen

 

6.1. Das Spiel

 

Das Spielen ist für die kindliche Entwicklung von großer Bedeutung. Im Spiel wird es dem Kind ermöglicht sich aktiv mit seiner Umwelt zu beschäftigen und sich somit Wissen und Fähigkeiten anzueignen. Besonders das Freispiel, welches in unserer Einrichtung einen großen Stellenwert im Tagesablauf einnimmt, bietet dem Kind viele Möglichkeiten zu lernen und sich auszuprobieren.


Im Freispiel entscheidet ein Kind selbst über Spielpartner, Material und die Dauer des Spiels. Hierbei entwickelt das Kind eine Spielidee im Kopf und setzt diese dann in Aktivitäten um. Oftmals nutzen Kinder im Freispiel die Möglichkeit, in andere Rollen zu schlüpfen und erweitern somit ihre Erfahrungen und Fähigkeiten. So kann aus einfachen Gegenständen ein fantasievolles Rollenspiel mit mehreren Kindern entstehen, die sich immer wieder miteinander abstimmen müssen, dabei Konflikte lösen und lernen Kompromisse zu schließen. Soziale Beziehungen werden geknüpft und Verhaltensweisen, wie Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, aber auch Durchsetzungsfähigkeit werden spielerisch erprobt und gefördert.


Ein Kind spielt und lernt mit allen Sinnen. Es ist deshalb besonders wichtig, dass das Kind eine Umgebung mit anregenden Materialien zur freien Verfügung hat. Wir bieten daher das Freispiel in unseren Gruppenräumen sowie in unserem Außengelände an. Des Weiteren versuchen wir den Kindern regelmäßig neue Impulse für Spielideen zu geben, indem wir das Spielmaterial tauschen oder verändern, um die Kinder zu motivieren, neue Dinge auszuprobieren. Das Kind wird hierbei auf der kognitiven Ebene gefordert und gefördert. Eigenschaften wie Kreativität, Ausdauer, Konzentrations- und Denkfähigkeit werden ebenfalls im Freispiel geschult. Außerdem lernt ein Kind durch sein eigenes Tun sich selbst besser einzuschätzen. Es erfährt sich selbst und lernt seine Stärken und Schwächen kennen.
 
Das Freispiel bietet dem Kind also die Möglichkeiten auf verschiedenen Ebenen zu lernen, ohne dass es dabei von außen gelenkt oder gestört wird. Es entwickelt sich in seinem eigenen Tempo weiter und beschäftigt sich mit Dingen, die in diesem Moment genau die Interessen des Kindes entsprechen.

 

Neben dem Freispiel gibt es angeleitete  Spiele. Diese werden parallel zum Freispiel angeboten.
Im angeleiteten Spiel werden die Kinder von Seiten der Erzieher durch bewusstes, pädagogisches Handeln zu einer bestimmten Spieltätigkeit animiert bzw. motiviert.
Hierbei achten wir gezielt darauf, mit den Stärken und Entwicklungsschwierigkeiten der Kinder zu arbeiten. Außerdem können Kinder hierbei neue Impulse für ihr eigenes freies Spiel gewinnen und im nächsten Schritt eigenständig umsetzen.


 

6.2  Projektarbeit

 

Eine weitere pädagogische Form unserer Arbeit stellt die Projektarbeit da. Projektarbeit heißt für uns, ein spezielles Thema über einen festgelegten Zeitraum zu behandeln.


Wichtig ist uns bei der Projektarbeit, dass wir möglichst viele Entwicklungsbereiche des Kindes ansprechen. Die Inhalte der Projekte, beziehen sich auf die soziale, natürliche, kulturelle und technische Umwelt der Kinder. Sie orientieren sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder, dem Kirchenjahr und den Jahreszeiten.


Die Umsetzung geschieht u.a. durch:
Gesprächsrunden
Bilderbuchbetrachtungen und Geschichten
kreative Angebote
Bewegungsangebote
Lieder
Experimentieren
Spazier- und Beobachtungsgänge

 

 

6.3 Vorschulpädagogik

 

Vorschulpädagogik findet in der gesamten Zeit von der Geburt bis zur Einschulung statt. Unser Ziel ist es, Kindern individuelle Wege der Aneignung zu eröffnen und nicht, standardisiertes und überprüfbares Wissen des Könnens in bestimmten Bildungsbereichen zu produzieren.
Bildungsbegleitung bedeutet für uns, jedes Kind bei seiner Entwicklung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu unterstützen, die autonom, solidarisch und kompetent am Leben teilhaben kann. Hierbei berücksichtigen wir die vier verschiedenen Kompetenzbereiche. ( siehe 4.3 )

 

Schulfähigkeit und Schulreife zeichnen sich nicht dadurch aus, dass ein Kind schon lesen, schreiben oder rechnen kann.

 

 

6.4 Eingewöhnung

 

Für die Kinder beginnt mit dem Besuch der Krippe und des Kindergartens ein neuer Lebensabschnitt. Sie lernen eine neue Umgebung und einen anderen Tagesablauf kennen und bauen zu fremden Personen – den pädagogischen Fachkräften und Kindern – eine Beziehung auf. Diese neue Situation stellt für die Kinder eine große Herausforderung dar. 

 


Positive Erfahrungen in dieser Übergangssituation sind für das Kind sehr wichtig und prägend für sein weiteres Leben.
Das Kind muss die Erfahrung machen können: „Ich werde nicht allein gelassen, ich bekomme Unterstützung, solange ich sie brauche“. Damit wird die Grundlage dafür geschaffen, dass sich das Kind von Anfang an in der Eirichtung sicher und wohlfühlen kann, und dass die Entwicklung einen positiven Verlauf nimmt.


In Anlehnung an das „Berliner Modell“ ( Quelle: INFANS Berlin 1990 ) gestalten wir, vor allem in der Krippe, die Eingewöhnungszeit.
Diese dauert in der Regel 6 bis 14 Tage. Im dieser Zeit braucht das Kind seine Eltern (oder eine Vertrauensperson) zur Unterstützung.
Die Kinder kommen für 1 bis 1 ½ Stunden mit den Eltern in die Einrichtung. Bei uns bekannten Kindern entscheiden die Eltern, ob sie bleiben möchten.
Wann ein erster (kurzer) Trennungsversuch unternommen wird, entscheiden Erzieher und Eltern individuell. Die Eltern bleiben in unmittelbarer Nähe.


Während die Eltern mit in der Gruppe sind, greifen diese nicht in das Gruppengeschehen mit ein, sondern dienen ihrem Kind als „sichere Basis“, von der aus es starten und sich zurückziehen kann.
Die Kontaktaufnahme der Erzieherin zum Kind orientiert sich am Verhalten des Kindes und geschieht behutsam.
Die Eingewöhnungsphase dauert so lange, bis das Kind eine sichere Bindung zur Erzieherin aufgebaut hat. Wenn das Kind sich trotz des Abschiedsschmerzes von der Erzieherin trösten lässt und danach spielen kann, ist der Bindungsaufbau gelungen. Weitere Anzeichen sind, dass sich das Kind wickeln lässt und entspannt einschläft.
Die Anwesenheit der Bezugsperson während der Eingewöhnungszeit schafft zudem Raum zum Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Eltern und Erzieher/innen.

 


Tages- Wochen- und Jahresablauf

 

6.5 Tagesablauf

 

In unserem Kindergarten achten wir auf die Einhaltung eines geregelten Tagesablaufes. Ein strukturierter Tages- und Wochenablauf gibt den Kindern Sicherheit und Orientierung.
Der Tagesablauf wird von uns in seinem Rhythmus so strukturiert, dass sich Bewegung, Konzentration und Ruhephasen abwechseln. Dies ist nötig, um eine ausgewogene Entwicklung zu unterstützen.
Flexibilität im Tages- und Wochenablauf ist uns wichtig, um Wünsche und Bedürfnisse der Kinder aufnehmen zu können.

 

Der Tag beginnt in der Regel für die Kinder mit der Möglichkeit zum freien Spiel. Parallel hierzu bieten wir freie und gezielte Angebote an.

 

Nach dem gemeinsamen Frühstück folgt der Stuhlkreis, in dem wir verschiedene Aktivitäten anbieten. Zum Beispiel:
Kreis – und Bewegungsspiele
Bilderbuchbetrachtungen und Geschichten
Gesprächsrunden
Rollenspiele
Fingerspiele
Gemeinsames Singen
Themenorientiertes Arbeiten / Umsetzung von Projekten
Anschließend gehen wir mit den Kindern auf das Außengelände.

 

Zur Mittagszeit wird ein Teil der Kinder abgeholt. Alle anderen, die länger als vier Stunden betreut werden, essen in ihrer Gruppe gemeinsam Mittag.

 

Anschließend besteht die Möglichkeit zu ruhen, ruhig zu spielen oder auf den Spielplatz zu gehen.

 

Vor der Nachmittagspause wird ein Stuhlkreis (mit Schwerpunkten wie oben) gestaltet.
Während der anschließenden Freispielzeit (drinnen oder draußen) werden die Kinder nach und nach abgeholt.

 


6.6 Wochenablauf

 
Feste Bestandteile im Wochenplan sind:

  • Bewegungserziehung
  • Spielzeugtag
  • Maxigruppe
  • Parallel zum Gruppengeschehen werden Sprachförderung und Logopädie durchgeführt.

 

 

6.7 Jahresablauf

 

Der Ablauf unseres Kindergartenjahres wird durch sich oft wiederkehrende Feste und Aktivitäten geprägt.

 

Wie z.B.:
Kinderkirchentage
Lichterfest
Adventsgottesdienst
Bibelwoche
Ausflug der künftigen Schulkinder
Übernachtung der künftigen Schulkinder
Abschlussgottesdienst
Singen für die Senioren
Vater-Kind-Tag
Sommerfest
Besuch der Schule
Zahnprophylaxe
Seh- und Hörtest
Begegnungen im Lebensumfeld der Kinder

 

 

7. Zusammenarbeit mit Anderen

 

7.1  Zusammenarbeit mit Eltern

 

Eine offene, partnerschaftliche und intensive Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein elementarer Bestandteil unserer Arbeit und für diese unerlässlich. Da wir gemeinsame Ziele in der Entwicklung der Kinder verfolgen, sind Eltern in unserer Einrichtung herzlich willkommen, um unsere Arbeit kennen zu lernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.


Der Kindergarten ist für Eltern auch ein Ort, an dem sie untereinander Kontakte knüpfen, ihre Erfahrungen austauschen und Informationen erhalten können.
Zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften sollte einen vertrauensvolle Atmosphäre herrschen.
Auf dieser Grundlage ist es wichtig, gegenseitig Rückmeldungen zu geben, um gemeinsam die beste Lösung für die Kinder zu finden. Hierzu gehört auch, der Austausch über konzeptionelle Fragen, Erlebnisse und Feiern.
Der regelmäßige persönliche Kontakt und Dialog gehört zu unserem Alltag.

 

In unserem Kindergarten bieten wir folgende Möglichkeiten der Zusammenarbeit an:
Aufnahmegespräch / Erstgespräch
Elterngespräche
Entwicklungsgespräche
Gespräche zwischen „Tür und Angel“
Elternabende
Informationen über die Gruppen an den jeweiligen Pinnwänden
Elternbriefe und Infoblätter
Elternbeirat und Elternvertreter
Austausch mit den Elternvertretern
Mithilfe bei Festen, Feiern und anderen Veranstaltungen
Kindergartenzeitung mit Berichten aus dem Gruppenalltag und über pädagogischen Themen

 

 

7.2  Zusammenarbeit mit Institutionen und externen Fachkräften

 

Wir legen großen Wert auf gute Zusammenarbeit mit der Schule. In regelmäßigen Abständen finden Treffen der Schulleitung, den Lehrkräften der ersten Klassen sowie der Leitung des Kindergartens, sowie den Gruppenleitungen statt. Hier werden vorschulische und schulische Wünsche, Erwartungen und Ziele, sowie mögliche Probleme beim Übergang in die Schule besprochen. Vor der Einschulung werden die zuvor mit den Eltern besprochenen Entwicklungsprofile hinsichtlich der Schulfähigkeit der einzelnen Kinder mit der Schulleitung besprochen. Die künftigen Schulkinder besuchen vor den Sommerferien mit den Erziehern die Grundschule, um schon einmal den Schulbetrieb kennen zu lernen.

 

In der Einrichtung sind Heilpädagogen für Kinder mit verschiedenen Beeinträchtigungen
( Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörungen) tätig.

 

Zur Zeit gibt es in unserer Einrichtung das Angebot der Logopädie und Sprachförderung.
Uns und den Therapeuten ist ein regelmäßiger Austausch sehr wichtig. Hierfür ist eine Schweigepflichtentbindung der Eltern notwendig.

 

Weiter arbeiten wir mit folgenden Institutionen zusammen:
Fachdienst Eingliederungs- und Gesundheitshilfe
Amt Breitenfelde
Verband evangelischer Kindertageseinrichtungen
Kirchenkreisamt
Fachberatung des Diakonischen Werkes
Gesundheitsamt und weitere

 


7.3 Beirat

 

Im Kindertagesstättengesetz des Landes Schleswig- Holstein ist die Einrichtung eines Beirates verankert.

 

Der Beirat unseres Kindergartens setzt sich paritätisch aus drei Mitgliedern der Elternvertretung, drei pädagogischen Fachkräften, drei Trägervertretern und drei Vertreter des Amtes Breitenfelde zusammen.
Der Beirat wirkt bei wesentlichen inhaltlichen und organisatorischen Belangen des Kindergartens mit, insbesondere bei:
Der Bewirtschaftung der zugewiesenen Mittel
der Aufstellung von Stellenplänen
der Festlegung der Öffnungszeiten
der Festsetzung der Elternbeiträge
der Festlegung des Aufnahmeverfahrens

 

Das Mitsprache- und Einspruchsrecht dieses Gremiums ist durch das Kindertagesstättengesetz § 17 und § 18 geregelt.

 

 

7.4 Zusammenarbeit mit dem Träger

 

Die Kirchengemeinde Breitenfelde unterstützt den Kindergarten auf vielfältige Art und Weise.
Im Kindergartenausschuss und im Personalausschuss werden mit der Leitung offene Fragen und Belange der Einrichtung und der Mitarbeiter/innen besprochen.
Die Pastoren unterstützen die Einrichtung darin, den Glauben an die Kinder und Eltern weiterzugeben und zu vermitteln.
So gestalten wir gemeinsam Kinderkirchen, Bibelwochen und Familien- oder Kindergartengottesdienste.